React Native vs. Native Entwicklung
Sie planen eine Mobile App und stehen vor der Grundsatzfrage: Eine Codebasis für beide Plattformen (React Native) oder jeweils native Entwicklung für iOS und Android? Hier sind die Fakten — ohne Ideologie.
Entwicklungskosten
1x Codebasis, 30–40% günstiger
2x Codebasis (Swift + Kotlin)
React Native teilt 70–90% des Codes zwischen iOS und Android. Das bedeutet nicht '2 Apps zum Preis von 1' — aber nahe dran. Bei einer typischen App mit 30.000 € Budget sparen Sie 10.000–15.000 € im Vergleich zu nativer Entwicklung.
Performance
95% der nativen Performance
100% native Performance
Für 95% aller Apps ist der Unterschied nicht spürbar. React Native nutzt native UI-Komponenten und die New Architecture (Fabric) hat die Performance-Lücke nahezu geschlossen. Ausnahme: Hardware-intensive Apps (3D-Games, AR) profitieren von nativem Code.
Wartungsaufwand
1 Codebase zu pflegen
2 Codebases zu pflegen
Jedes Bug-Fix, jedes Feature-Update muss bei nativer Entwicklung zweimal implementiert werden. React Native halbiert den Wartungsaufwand — und damit die laufenden Kosten nach dem Launch.
Time-to-Market
30–40% schneller
Standard-Timeline
Eine App statt zwei zu entwickeln spart nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit. In einem Markt, in dem Geschwindigkeit über Erfolg entscheidet, kann das den Unterschied machen.
Plattform-Features
Zugriff über Native Modules
Direkter Zugriff auf alle APIs
Native Entwicklung hat direkten Zugriff auf jede Plattform-API. React Native erreicht diese über Native Modules — was 99% der Fälle abdeckt, aber gelegentlich zusätzlichen Aufwand erfordert.
Entwickler-Verfügbarkeit
Großer Pool (JavaScript/React-Entwickler)
Kleinerer Pool (Swift/Kotlin-Spezialisten)
Es gibt weltweit deutlich mehr JavaScript/React-Entwickler als Swift/Kotlin-Spezialisten. Das bedeutet: einfachere Rekrutierung, mehr Wettbewerb, und damit bessere Konditionen für Ihr Projekt.
Fazit
Unser Urteil
React Native ist die richtige Wahl für 90% aller Business-Apps. Die Kombination aus geringeren Kosten, schnellerer Entwicklung und einfacherer Wartung macht es zum pragmatischen Standard. Native Entwicklung ist dann sinnvoll, wenn extreme Performance oder tiefe Hardware-Integration gefragt ist.