Was ist ein Prompt?

Prompt ist das englische Wort für Aufforderung. Bei Sprachmodellen bezeichnet es alles, was das Modell als Eingabe bekommt: die Frage oder Anweisung, Beispiele, Hintergrundinformationen und Vorgaben zum Format.

Ein knapper Prompt wäre „Schreib eine Absage“. Ein guter Prompt lautet eher: „Schreib eine freundliche Absage an einen Bewerber für die Stelle als Projektleiter. Er war fachlich stark, uns fehlte Erfahrung im Anlagenbau. Maximal fünf Sätze, Sie-Form.“

Was einen guten Prompt ausmacht

Wirksame Prompts sind konkret. Sie nennen Ziel, Zielgruppe, relevanten Kontext, gewünschtes Format und Grenzen. Beispiele für das erwartete Ergebnis helfen oft mehr als lange Beschreibungen.

Neben dem sichtbaren Prompt gibt es den Systemprompt. Er legt im Hintergrund Rolle, Regeln und Tonalität fest und wird von Anwendungen automatisch mitgeschickt.

Hilfreich ist es außerdem, komplexe Aufgaben in Schritte zu zerlegen und Ergebnisse gezielt nachzufordern, statt alles in einer einzigen Anfrage zu verlangen.

Prompts in einer Unternehmens-KI

Im Alltag ist der größte Aufwand beim Prompten meist das Mitliefern von Kontext: Wer ist der Kunde, was wurde bisher besprochen, welche Regeln gelten bei uns? Genau das übernimmt eine Unternehmens-KI. Weil sie ein Gedächtnis für Personen, Projekte und Entscheidungen hat, ergänzt sie diesen Kontext selbst.

Mitarbeitende können dadurch kurz und natürlich formulieren, etwa „Antworte Herrn Weber auf seine Frage von gestern“. Prompt-Kenntnisse bleiben trotzdem nützlich und sind ein sinnvoller Teil jeder KI-Schulung.